Vitamine

Vitamine

Vitamine – Welche Vitamine braucht der Hund

Inhaltsverzeichnis

Als Vitamine bezeichnet man Verbindungen, die für den Organismus in kleinsten Mengen lebensnotwendig sind und die vom Körper nicht oder nur in ungenügendem Maße gebildet werden.
Ein Mangel an einem Vitamin führt zu Störungen des normalen Ablaufs der Lebensvorgänge.
Die Vitamine werden durch die Nahrung entweder in ihrer fertigen Form zugeführt oder als Vorstufen (sog. Provitamine), aus denen der Organismus dann die wirksamen Vitamine bildet.

Der Bedarf des Körpers an Vitaminen weist keine gleichbleibende Größe auf.
Er richtet sich nach Alter und Leistungsanforderung, auch nach der Zusammensetzung der Nahrung.

Tabelle: Bedarf des Hundes an Vitaminen

 wachsender Hunderwachsener Hund
Vitamin A220 I.E.110 I.E.
Vitamin D22 I.E.11 I.E.
Vitamin E2.2 I.E.1,1 I.E.
Vitamin K10,066 mg0,033 mg
Vitamin B10,044 mg0,022 mg
Vitamin B20,096 mg0,048 mg
Vitamin B60,044 mg0,022 mg
Vitamin B120,001 mg0,0005 mg
Niacin0,5 mg0,025 mg
Pantothensäure0,44 mg0,22 mg
Biotin0,0044 mg0,0022 mg
Cholin52 mg26 mg
Folsäure0,008 mg0,004 mg

Die angegeben mengen gelten pro kg Körpergewicht und Tag beim wachsenden und erwachsenen Hund

Was passiert bei zu wenig oder zu vielen Vitaminen?

Ein vollständiges Fehlen eines Vitamins führt zu den Erscheinungen einer Avitaminose.
Eine solche Erkrankung tritt normalerweise erst unter einer extrem einseitigen Ernährung auf, wie sie bei der Hundehaltung heute kaum mehr vorkommt.
Daneben gibt es auch bei bestimmten Vitaminen Hypervitaminosen, die durch übergroße Zufuhr entstehen.
Häufiger dagegen ist eine nicht ausreichende Vitaminversorgung (Hypovitaminose).

Eine Hypovitaminose entsteht als Folge einer längeren unzureichenden Versorgung mit einem bestimmten Vitamin, nachdem dessen Vorrat im Organismus erschöpft ist.
Wie schnell sich eine entsprechende Mangelkrankheit ausbildet, ist bei den einzelnen Vitaminen unterschiedlich.

An der Entstehung sind hauptsächlich folgende Umstände beteiligt:

  • Die Vitaminzufuhr durch die Nahrung reicht nicht aus.
  • Die Verwertung des Vitamins ist vermindert; besonders bei Magen-Darm- Erkrankungen, aber auch beim alten Hund.
  • Der Vitaminbedarf ist erhöht. Dies gilt allgemein für den Junghund im Wachstum, für die Trächtigkeit und Stillzeit der Hündin; daneben aber auch für fieberhafte Erkrankungen, die ja mit einer allgemeinen Erhöhung des Stoffwechsels einhergehen. Ein erhöhter Vitaminbedarf liegt ebenfalls vor bei Anwendung verschiedener Medikamente, besonders von Sulfonamiden.
  • Bei Erkrankung von Organen, die als Vitaminspeicher dienen, ist die Empfindlichkeit gegenüber Vitaminmangel erhöht, zum Beispiel bei Lebererkrankungen.

Die bei Vitaminmangel auftretenden Funktionsstörungen von Organen und Veränderungen im Gewebe zeigen vielfältige Formen.

Allgemein hat eine Hypovitaminose eine Einschränkung des Stoffwechsels, eine Hemmung des Wachstums und eine Herabsetzung der Infektionsabwehr zur Folge.
Eine entsprechende Vitaminzufuhr bewirkt meist schnelle Besserung der Krankheitserscheinungen, allerdings nur, wenn die Schäden ein bestimmtes Ausmaß nicht überschritten haben.
Größere Schäden bleiben bestehen, wie z. B. Skelettveränderungen bei Vitamin-D-Mangel (Rachitis).

Ältere Hunde sollten immer mal wieder Hefeflocken bekommen

Besonders tückisch ist die geringfügige Hypovitaminose, deren Grad nicht ausreicht, um die für das jeweilige Vitamin typischen Mangelsymptome hervorzurufen.
Dies ist eine der Gründe für die Empfehlung, im höheren Alter immer mal wieder für eine zusätzliche Vitaminzufuhr zu sorgen (z.B. durch Hefeflocken).

Antivitamine

Antivitamine stellen Verbindungen dar, die den Vitaminen in ihrer Struktur ähnlich sind und die die Vitamine von ihren Wirkungsorten verdrängen, ohne deren Funktion zu erfüllen.
In genügender Menge lösen die Antivitamine daher Vitaminmangelkrankheiten aus.
Als häufigstes Beispiel sei das Antivitamin K, das Dicumarol, aufgeführt, das als Rattengift verwendet wird.

Nach ihrer Wirkung teilt man die Vitamine in zwei Gruppen ein:

  • Vitamine des B-Komplexes
  • das Vitamin K

Sie alle sind unentbehrlich für Schlüsselreaktionen des Stoffwechsels.

Die Vitamine A, D und E gehören zu der anderen Vitamingruppe, die für Spezialaufgaben außerhalb der Hauptwege des Stoffwechsels benötigt werden.

Bei ihnen können Hypervitaminosen auftreten.

Weiterhin werden die Vitamine nach ihrer Löslichkeit unterschieden:

Nur in Fett löslich sind die Vitamine A, D,Eund K, während die Gruppe der B-Vitamine wasserlöslich ist.

Die Wirkung von drei Vitaminen wird noch in internationalen Einheiten (I.E.) angegeben, bei den übrigen in Milligramm (mg). Die Bedarfszahlen eines Vitamins sind berechnet auf die notwendige Zufuhr pro Kilogramm Körpergewicht und Tag.

Vitamin A

Vitamin A

Vitamin A wirkt Stoffwechsel regulierend

Das Vitamin A wird im Körper aus Vorstufen gebildet, den im Pflanzenreich weitverbreiteten Karotinen.
Sie kommen hauptsächlich in Karotten (gelbe Rüben) vor und sind auch der Grund für deren Farbe.
Vorkommen des weiteren in der Leber und damit auch im Lebertran, in Milch und im Eigelb.
Vitamin A wirkt allgemein Stoffwechsel regulierend und beeinflußt dadurch das Wachstum und den Allgemeinzustand des Körpers.
Besonders für den Stoffwechsel der Zellen von Haut und Schleimhäuten ist Vitamin A unentbehrlich.

Was passiert wenn der Hund zu wenig Vitamin A bekommt?

  • Erhöhte Anfälligkeit für Infektionen
  • Verhornungen der Haut und der Augenhornhaut.
  • Atemwegsbeschwerden
  • Probleme mit dem Knochenerhalt
  • Gelenkschmerzen
  • Depressive Stimmung
  • Bei stärkerem Mangel treten Totgeburten und Unfruchtbarkeit auf.

Hinweise:

  • Achtung auf Überdosierung: besonders durch Vitaminpräparate, die das relativ billige Vitamin A oft in enorm hohen Dosen beinhalten. Eine Überdosierung wird beim Hund jedoch seltener festgestellt, häufig dagegen bei der Katze (Knochenerkrankungen, meist durch zu häufige Leberfütterung).
  • Im Alter steigt der Bedarf an Vitamin A durch die schlechte Nahrungsausnützung im Darm an. Dies gilt wahrscheinlich auch für die anderen Vitamine.

Vitamin D

Vitamin D

Vitamin D nicht überdosieren

Die bekannte antirachitische Wirksamkeit kommt einer ganzen Reihe von bestimmten Verbindungen zu.
Von Bedeutung sind in erster Linie die Vitamine D2 und D3.
In ihrer Wirkung erweisen sie sich beim Hund annähernd gleich.
Vitamin D2 und D3 werden aus verschiedenen Vorstufen gebildet.
Bei beiden benötigt der Organismus dazu den Einfluß der ultravioletten Strahlen des Sonnenlichts (UV-Strahlen).
In der Leber und dann in den Nieren werden beide Vitamine aktiviert:
Schwere Leber¬oder Nierenerkrankungen können daher eine Hypovitaminose hervorrufen.
Die D-Vitamine bewirken eine entscheidende Förderung der Aufnahme von Kalzium und Phosphor im Darm, beeinflussen die Verkalkungsvorgänge im Knochen und erhalten die normale Struktur des Skeletts bei einem Mangel an Mineralstoffen.
Die D-Vitamine kommen besonders in Leber und Lebertran vor, auch in Eigelb und Milch.
Der Bedarf ist beim jungen Hund abhängig von der Größe der täglichen Gewichtszunahme.

Was passiert wenn der Hund zu wenig Vitamin D bekommt?

  • Rachitis
  • Veränderungen des Zahnschmelzes

Beides tritt heute praktisch nur mehr bei schneiIwachsenden Riesenrassen (Doggen u.ä.) auf, und da auch nur selten.
Rachitisähnliche Erscheinungen sind heutzutage fast ausschließlich auf eine Hormonstörung zurückzuführen.
Hier ist eine zusätzliche Vitamin-D-Fütterung absolut verboten!
Besonders eindringlich sei auf die Möglichkeiten einer Hypervitaminose hingewiesen.
Bei dem diffizilen und engen Zusammenspiel von bestimmten Hormonen, dem Mineralstoffwechsel (Kalzium-Phosphor-Verhältnis) und den D-Vitaminen genügt eine leichte Überdosierung von Vitamin D und ein verschobenes Ca/P-Verhältnis, um krankhafte Veränderungen hervorzurufen.
Besonders betroffen davon ist die Lunge, in die sich mehr oder weniger massiv Kalk ablagert; eine derart veränderte Lunge wird ganz zu Recht als „Bimssteinlunge“ bezeichnet.
Daneben bilden sich in den Nieren Verkalkungen aus.
Die davon betroffenen Nierenabschnitte sind natürlich funktionsunfähig.
Auch in der Wand von Blutgefäßen lagert sich Kalk ab.
Das Kalzium für diese Veränderungen stammt aus dem Skelett:
Das Knochengewebe wird dabei einfach abgebaut.

Aus diesem Grund kann nicht genug vor übermäßiger Verabreichung von Vitamin D gewarnt werden.

Nicht nur mit hochkonzentrierten Präparaten, sondern auch mit der ach so gut gemeinten großzügig bemessenen Dosis Lebertran kann man sehr rasch ganz das Gegenteil von dem erreichen, was man eigentlich beabsichtigt.

Hinweis:

Die Wirkung des Vitamin D muß immer in Verbindung mit dem Ca/P-Verhältnis gesehen werden.
Bei der Fütterung gerade des Junghundes ist deshalb neben der Zufuhr von Vitamin D auf entsprechende und ausreichende Zufütterung von Kalzium zu achten.
Am preiswertesten verwendet man dazu Kalziumkarbonat (Apotheke).
Für den Junghund mindestens 0,5 g pro kg Körpergewicht, für den erwachsenen Hund 0,25 g pro kg Körpergewicht täglich.

Vitamin E

Vitamin E

Gut für Nervensystem und Muskulatur

Eine Vitamin-E-Wirksamkeit weisen verschiedene Verbindungen auf (sog. Tokopherole).
Sie finden sich in Zerealien (besonders Weizenkleie und in Fischprodukten (Fischmehl, Fischöle).
Das Vitamin E beeinflußt den Hormon- und den Kohlenhydratstoffwechsel.
Die Wirkung erstreckt sich besonders auf das Nervensystem, die Muskulatur und die Fortpflanzungsorgane.
Das Vitamin verhindert daneben die Bildung giftiger Produkte beim Abbau von ungesättigten Fettsäuren.
Die Auswirkungen des Vitamin E werden durch schwefelhaltige Aminosäuren und das Spurenelement Selen unterstützt.
Der Vitamin-E-Bedarf ist einmal abhängig von der Versorgung mit schwefelhaltigen Aminosäuren und Selen, zum anderen von der Aufnahme ungesättigter Fettsäuren. Bei größeren Mengen an solchen Fettsäuren, so besonders von Milchfett während der Säugeperiode liegt ein höherer Vitamin-E-Bedarf vor.

Was passiert wenn der Hund zu wenig Vitamin E bekommt?

  • Schwund der Skelettmuskulatur
  • Herzmuskelkrankheiten
  • Unfruchtbarkeit
  • Totgeburten

Da in der Leber, der Milz und im Fettgewebe größere Depots an Vitamin E vorhanden sind, tritt eine Hypovitaminose im allgemeinen erst nach langem Fehlen des Vitamins im Futter auf.

Hinweis:

Ungesättigte Fettsäuren zerstören nach längerer Lagerzeit das Vitamin E, dementsprechend erfolgt ein erhöhter Abbau des Vitamins im Körper bei Aufnahme von ranzigem Öl (beim Hund fast ausschließlich durch zu lange gelagerten Lebertran).
Bei einer Verabreichung größerer Mengen dieser Stoffe kommt es rasch zur Ausbildung eines Vitamin-E-Mangels.
Auch aus diesem Grund Vorsicht bei der Zufütterung von Lebertran!

Vitamin K

Das Vitamin wird aus einer Vorstufe im Körper gebildet.
Reich an Vitamin K sind besonders Spinat, Blumenkohl und Fischmehl.
Das Vitamin K fördert die Bildung verschiedener Gerinnungsfaktoren in der Leber und ist damit unentbehrlich für die Blutgerinnung.

Was passiert wenn der Hund zu wenig Vitamin K bekommt?

  • Erhöhte Blutungsneigung.

Eine derartige Erkrankung tritt normalerweise sehr selten als Begleiterscheinung bestimmter Leberkrankheiten auf.

Hinweis:

Recht häufig ist leider eine durch Aufnahme von Antivitamin K künstlich hervorgerufene Mangelkrankheit; der Wirkstoff trägt den Namen Dicumarol und wird als häufigstes Rattengift eingesetzt.
Bei einer Vergiftung zeigen sich die Symptome in der Regel erst 3-5 Tage nach der Giftaufnahme.
Typisch sind Blutungen aus dem Darm, der Blase; blutiges Erbrechen.
Bei Behandlung gute Überlebenschancen .

Vitamin-B-Komplex

Zum Vitamin-B-Komplex gehören 9 Vitamine, jedoch tragen nur 4 davon die Bezeichnung B-Vitamin (B,, B2, B6, B)2).
Die Lücken sind historisch begründet.
Bei den heute fehlenden Nummern stellte sich später heraus, daß es sich dabei nicht um Vitamine handelt.
Die anderen B-Vitamine sind Niacin, Pantothensäure, Biotin, Cholin und Folsäure.

Vitamin B 1 (Thiamin):

Das Thiamin wird im Körper verändert und dann in dieser Form in verschiedene stoffwechselwirksame Verbindungen eingebaut.
Das Vitamin findet sich in reichlichen Mengen in Getreide, Hefe und Leber.
Es fehlt praktisch ganz in poliertem Reis.
Das Vitamin B, ist besonders für den Kohlenhydratstoffwechsel wichtig.

Was passiert wenn der Hund zu wenig Vitamin B1 bekommt?

  • Bei jungen Hunden zeigen sich hauptsächlich Anschwellungen der Extremitäten
  • bei älteren stehen nervöse Störungen (Krämpfe, Lähmungen) im Vordergrund.
  • neurologische Abnormitäten bei Welpen
  • Wachstumsprobleme
  • Herzprobleme bei älteren Hunden

Hinweis:

Je größer der Anteil an Kohlenhydraten im Futter, desto größer ist der Bedarf an Vitamin B,.

Vitamin B 2 (Riboflavin):

Das Riboflavin findet sich in hoher Konzentration in der Hefe, in den Nieren sowie im Fischmehl.
Es greift vor allem in den Kohlenhydratstoffwechsel ein.

Was passiert wenn der Hund zu wenig Vitamin B2 bekommt?

  • Erschöpfung der Muskulatur
  • schuppige Haut
  • Augenschäden
  • Erschöpfung

Neben Wachstumsverzögerung und schlechter Futterverwertung treten Schleimhautrisse in den Mundwinkeln auf.

Hinweis:

Bei Futter mit besonders hohem Fettanteil steigt der Vitamin-B2-Bedarf.

Vitamin B 6 (Fyridoxin):

Reiche Quellen stellen Hefe, Getreide und innere Organe dar.
Vitamin B6 spielt im Eiweißstoffwechsel, aber auch im Mineral- und Fettstoffwechsel eine wichtige Rolle.

Was passiert wenn der Hund zu wenig Vitamin B6 bekommt?

  • Treten beim Hund sehr selten auf.
    Neben gestörtem Wachstum können Hautveränderungen, aber auch Krämpfe beobachtet werden.
    Ein Mangel wird künstlich hervorgerufen durch eine Vergiftung mit Crinidin (z.B. Castrix- Giftkörner.

Hinweis:

Bei verstärkter Eiweißzufuhr steigt der Bedarf an Vitamin B6.

Vitamin Bi 12 (Cobalamin):

Das Vitamin B 12 greift in den Eiweißstoffwechsel ein.
Es findet sich in Leber, Milch und Fischmehl.

Was passiert wenn der Hund zu wenig Vitamin B12  bekommt?

  • Bekannt ist die perniziöse Anämie beim Mensch (Mangel an roten Blutkörperchen).
    Beim Hund tritt diese Erkrankung sehr selten auf.
    Eher läßt sich neben nachlassender Fellqualität und Hautveränderungen ein ungenügender Eiweißansatz beobachten.

Niacin (Nikotinsäureamid):

Das Vitamin findet sich reichlich in Hefe, Getreide, Leber und Nieren.
Es beeinflußt tiefgreifend den Zellstoffwechsel.

Was passiert wenn der Hund zu wenig Niacin bekommt?

  • Bei vorwiegender Fütterung mit Maisprodukten tritt die Schwarzzungenkrankheit (Black tongue disease) auf, eine geschwürige Entzündung der Schleimhaut von Mund und Speiseröhre, verbunden mit schwarzen Pigmenteinlagerungen.
  • Entzündung der Lefzen, Kehle, Pobacken
  • übermäßiger Speichelfluss
  • blutiger Durchfall
    In unseren Breiten bleibt es bei rauher Haut und Entzündung der Mundschleimhaut.

Pantothensäure:

Sie kommt besonders in Hefe und Leber vor.
Das Vitamin erfüllt im Stoffwechsel der Kohlenhydrate und Fette wichtige Funktionen. Es ist auch für die Pigmentierung der Haare verantwortlich.

Was passiert wenn der Hund zu wenig Pantothensäure bekommt?

  • Wachstumsstörungen
  • plötzliche Erschöpfungszustände
  • reduzierte Antikörperproduktion
  • schnelle Atem- und Herzfrequenzen
  • gastrointestinale Symptome
  • Lebererkrankungen
  • Rückenmarkschäden
  • bei der Hündin Totgeburten.
    Alle beim Hund recht selten.

Biotin:

Früher als Vitamin H bezeichnet;
findet sich vor allem in Hefe, Leber und Niere. Biotin greift allgemein in den Stoffwechsel ein.

Was passiert wenn der Hund zu wenig Biotin bekommt?

  • Nachlassen der Fellqualität
  • Haarausfall
  • Hautveränderungen.
  • Daneben auch Störungen des zentralen Nervensystems (selten)

Hinweis:

Rohes Eiklar enthält einen Stoff, das Avidin, das die Aufnahme des Biotins aus dem Darm verhindert.
Deshalb kein rohes Eiklar füttern.

Cholin:

Hauptsächlich in Fischmehl, Getreide und Molke enthalten und ist es für den Fettstoffwechsel von besonderer Bedeutung.

Was passiert wenn der Hund zu wenig Cholin bekommt?

  • Leberverfettung,
  • Gelenkmißbildungen.
  • Selten

Folsäure:

Die Folsäuregruppe umfaßt verschiedene Verbindungen, die ähnliche Wirkungen ausüben.
Sie finden sich besonders in Hefe und Leber.
Neben der Blutbildung (zusammen mit Vitamin B12) spielt Folsäure beim Nucleinsäurestoffwechsel eine Rolle.

Was passiert wenn der Hund zu wenig Folsäure bekommt?

  • Wachstumsstörung
  • daneben Mangel an roten Blutkörperchen (Anämie).

Vitamin C (Ascorbinsäure)

Reiche Vitamin-C-Quellen stellen Orangen, Zitronen und Gemüse dar.
Die Asorbinsäure ist relativ unbeständig und geht bei längerer Lagerung verloren.
Eine Zerstörung erfolgt auch beim Kochprozeß, besonders schnell bei Anwesenheit von Eisen.
Vitamin C ist für die Bildung und den Stoffwechsel des Bindegewebes von großer Bedeutung, ebenfalls für Enzymwirkung und Hormonbildung.

Was passiert wenn der Hund zu wenig Vitamin C bekommt?

Eindeutige Mangelkrankheiten sind beim Hund umstritten, da er seinen Bedarf an Vitamin C durch eigene Herstellung (Synthese) selbst zu decken vermag.
Die Ascorbinsäure ist für ihn, anders als beim Menschen, also kein Vitamin, da sie nicht von außen zugeführt werden muß.
Akute Erkrankungen können allerdings auch beim Vierbeiner zu einer Unterversorgung mit Vitamin C führen, besonders Darmerkrankungen.
Die Beziehungen des Vitamin C zum Bindegewebe sollten beim jugendlichen Hund, vor allem der großen Rassen, bei Erkrankungen (z.B. bei massivem Wurmbefall) beachtet werden.
Deshalb erweist sich hier eine Zufütterung durchaus als berechtigt.
Obwohl der Organismus überschüssige Ascorbinsäure mit dem Harn ausscheidet, sollte man wegen der dabei entstehenden Nierenbelastung nicht übertreiben:
1-2 kleine Messerspitzen Ascorbinsäure täglich, je nach Größe des Patienten, reichen im akuten Stadium der Erkrankung völlig aus.
Aber auch dabei ist auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.

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