Wie Du deinen Hund richtig fütterst

Hund richtig füttern

Nassfutter, Trockenfutter oder Barf? – Wie fütterst Du Deinen Hund richtig

Dein Hund ist kein reiner Fleischfresser

Einseitige Ernährung schadet deinem Hund.
Deshalb wäre es für deinen Hund nicht gesund, wenn du ihn nur mit Fleisch ernähren würdest.
Einseitige Fütterung mit Fleisch führt zur Fehlernährung!

Fleisch stellt jedoch die Grundlage, einer artgerechten Hundeernährung dar.

Video: 6 ERNÄHRUNGSTIPPS für Hunde – So fütterst du deinen HUND richtig

Was braucht dein Hund für Hundefutter?

Das ist Pauschal nicht zu beantworten.
Nicht jeder Hund braucht das gleiche Futter.
Der eine bewegt sich vielleicht besonders viel, der andere hat einen empfindlichen Verdauungstrakt oder was auch immer.

Um die unterschiedlichen Bedürfnisse zu berücksichtigen, bietet der Fachhandel neben vielen Marken und Formen auch unterschiedliches Futter für die verschiedensten Konstitutionen.
Um die unterschiedlichen Bedürfnisse zu berücksichtigen, bietet der Fachhandel neben vielen Marken und Formen auch unterschiedliches Futter für die

Welpen und Junghunde

Welpe

Welpen brauchen oft Futter

So braucht beispielsweise ein Welpe anderes Futter als ein erwachsener Hund, also spezielles Welpen- oder Juniorfutter.
Weil er noch im Wachstum ist, hat er einen anderen Nährstoffbedarf.

Familienhunde

Für den »normalen« Familienhund reicht ein Normalfutter für erwachsene Hunde, auch wenn Sie lange Spaziergänge machen oder der Hund viel spielt und rennt.

Arbeitshunde

Schlittenhunde

Schlittenhunde

Hochleistungsfutter brauchen Vierbeiner aber dann, wenn sie regelmäßig oder zu bestimmten Zeiten körperlich besonders gefordert werden.
So haben z. B. Jagdgebrauchshunde während der Jagdsaison einen höheren Energiebedarf.
Ebenso ist es bei Schlittenhunden oder Windhunden in der Rennsaison und anderen ähnlich stark beanspruchten Arbeitshunden.

Trächtige und säugende Hündinnen

Auch trächtige oder säugende Hündinnen haben einen höheren Nährstoffbedarf, und deshalb gibt es auch für sie ein besonderes Futter.

Hundesenioren

Ein Hundesenior braucht wieder anderes Futter, das genau aufseine Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Hunde mit empfindlichen Magen oder Allergien

Sensitivfutter ist geeignet für Vierbeiner mit empfindlichem Magen-Darm-Trakt oder mit Allergien.

Übergewichtige Hunde

Übergewichtiger Hund

Übergewichtiger Hund

Außerdem gibt es noch eine ganze Reihe von Diätfuttermitteln für übergewichtige Vierbeiner oder solche mit besonderen Erkrankungen.

Hunde verschiedener Größen

Da der Nährstoffbedarf auch mit der Größe zusammenhängt, unterscheiden manche Hersteller auch hier und bieten Futter sowohl für Welpen als auch für erwachsene Hunde gestaffelt für kleine, mittlere, große oder sehr große Rassen an.
Vor allem Letztere, zu denen z. B. Deutsche Doggen gehören, haben einen besonderen Nährstoffbedarf.

Der Königsweg

Ich habe für mich den Königsweg gefunden.
Ich habe für meinen Hund passende Trockenfutter sowie passendes Nassfutter.
Jetzt füttere ich täglich abwechselnd Trockenfutter, Nassfutter und BARF.
Wenn ein Trockenfutter oder Nassfutter ausgegangen ist ersetze ich es durch eine andere hochwertige Marke.
So stelle ich sicher, dass mein Hund möglichst abwechlungsreich und gesund ernährt wird.

Wie oft solltest Du deinen Hund füttern?

Das kann man wiederum nicht Pauschal beantworten.
Es kommt auf das Alter des Hundes an.

Video: Tierarzt Dr. Rasso Mantel erklärt: So oft solltet ihr euren Hund füttern 

Der Welpe:

Welpen bekommen bis etwa zum Ende des dritten Lebensmonats vier Mahlzeiten.
Eine davon kann eine Milchmahlzeit aus Welpenmilchpulver sein, die restlichen sind zur optimalen Versorgung Fertigfuttermahlzeiten.
Die Mahlzeiten werden über den Tag verteilt – morgens, mittags, abends, und die letzte bekommt der Welpe am späten Abend (ca. 22 Uhr).

Der Junghund:

junger Hund frisst

junger Hund frisst

Die Milchmahlzeit fällt nun weg.
Bis mindestens zum sechsten Monat bekommt der Junghund nun drei Mahlzeiten – morgens, mittags und abends (ca. 18 Uhr).
Spätestens ab etwa neun Monaten reichen dann zwei Mahlzeiten für den jungen Hund aus, eine morgens, eine abends.

Der erwachsene Hund:

Normalerweise reicht ab etwa einem Jahr eine Mahlzeit täglich.
Den meisten Hunden bekommt es allerdings besser, wenn ihre Tagesration auf zwei Mahlzeiten verteilt wird – eine morgens, eine abends.
Das beugt auch der gefährlichen Magendrehung vor.

Ältere Hunde:

alter Hund bekommt Futter

alter Hund bekommt Futter

Ältere Hunde bekommen ebenfalls besser zwei Mahlzeiten.

Wie viel soll ich meinem Hund füttern?

Wie viel dein Hund frisst, hängt von seiner Größe, seinem Alter, seinem Stoffwechsel und seinem Aktivitätsniveau ab.
Hunde sind Individuen, genau wie Menschen, und sie brauchen nicht alle die gleiche Menge an Nahrung.
Es versteht sich von selbst, dass ein sehr aktiver Hund mehr braucht als ein Bully der den ganzen Tag auf dem Sofa liegt.

Das betrifft sogar Hunde derselben Rasse.

Wie der Mensch wird auch ein Hund zu dick, wenn er mehr Joule/Kalorien aufnimmt, als er beim Laufen und Spielen verbrennen kann.

Achten wir also auch auf die Taille unseres Hundes! Einen groben Anhaltspunkt für die tägliche Futtermenge gibt das Körpergewicht.

Es ist nicht gut, dem Hund so viel zu Fressen zu geben, wie er fressen möchte.

Die Praxis zeigt, daß die für das Wachstum des Hundes beste Menge etwa 80% von dem ist, was der Hund fressen würde, würde man ihn nicht kontrollieren.
Was über diese Menge hinausgeht, führt zu Fettleibigkeit, beeinträchtigt aber die Wachstumsrate nicht.

Ein zu starkes Wachstum und dies gilt vor allem für die Riesen unter den Hunden, kann schwere Wachstumsanomalien hervorrufen.
Es ist erwiesen, daß zu schnelles Wachsen und zu starkes Zunehmen Krankheiten wie die Hüftdysplasie verstärken können.
Starke Fütterung mit vielen Extras, die große Hunde für ein schnelles Wachstum bekommen, geht meistens mit einer kürzeren Lebensdauer der Tiere Hand in Hand..

Die verschiedenen Futterschüsseln

Die Wahl einer Futterschüssel hängt von Ihrem Geschmack und Geldbeutel ab.
Plastikschüsseln sind am billigsten, werden aber schnell zerkratzt und angeknabbert, wodurch man sie nicht mehr richtig sauber bekommt.

Rostfreie Stahlschüsseln sind leicht zu reinigen, fallen aber schnell um, da sie sehr leicht sind.

Porzellan- oder Tonware ist stabil und leicht zu reinigen, zerbricht aber wiederum leicht.
Rassen mit langen Behängen wie Spaniels. Bassets oder Setter haben oft ihre Behänge in den Futterschüsscheln, was für die Ohren nicht gut ist, können sich doch Hautkrankheiten einstellcn.
Für sie gibt es spezielle tiefe, enge Schüsseln, bei denen die Behänge außerhalb bleiben.
Hunde, die Schwierigkeiten mit dem Gaumensegel haben und die außerdem auch noch sehr gierig fressen, bekommen rasch einen Schluckauf.
Ihnen stellt man die Futterschüssel auf ein Bänkchen.
So müssen sie den Kopf hochhalten, und das Futter geht automatisch in die richtige Richtung.

Der Futterplatz

Hunde brauchen keinen ständigen Futterplatz und keine regelmäßige Fütterungszeiten.
Durch einen wechselnden Futterplatz und keine regelmäßige Fütterungszeiten erhälst Du dir eine gewisse Flexibilität.
Die meisten Hunde fressen recht ordentlich, doch ist es angeraten, einen Platz zu wählen, der leicht zu säubern ist, etwa der Boden in Küche, Diele oder Bad oder ein entsprechender Ort außerhalb des Hauses.
Auch kann man die Schüsseln auf abwischbare Plastik-Sets stellen.
Es gibt Hunde mit der Angewohnheit, ein Stück Fleisch aus der Schüssel herauszunehmen, sich auf den (schönsten!) Teppich zu setzen, und es dort wie ein Löwe seine Beute zu verschlingen.
Bevorzugt der Hund immer wieder denselben Platz, sollte man Zeitungspapier hinlegen, sonst muß nach jeder Mahlzeit der Teppich gesäubert werden.
Ob Welpe, Jungtier oder ausgewachsener Hund, wenn Dein Hund nicht auffrisst würde ich Ihm sein Futter nicht weck nehmen.
Warum sollen wir unsere Hunde dazu erziehen, dass Futter wahllos hineinzuschlingen.

Fütterung mehrer Hunde

Wer mehr als einen Hund hat, braucht für jeden eine eigene Schüssel und sollte jeden etwas abseits vom anderen füttern.

Kein Hund darf auch an fremde Schüsseln gehen; sonst könnte es zu folgenden Schwierigkeiten kommen:

  • Ein Hund bekommt immer den »Löwenanteil« und wird zu dick.
  • Zaghafte Hunde werden weggeschubst.
  • Der eine oder andere Hund braucht gewisse Diätzusätze.
  • Es kann zu Beißereien kommen, selbst wenn die Hunde an gemeinsame Fütterungen gewöhnt sind.
  • Einen kranken Hund kann man beim Fressen nicht überwachen, da der andere Hund frißt, was übrig bleibt.

Leckereien zwischen den Mahlzeiten

Gewöhnen wir unseren Hund nicht an Lek-kereien zwischen den Mahlzeiten, das macht ihn nur zum Bettler und zur Belästigung für Besucher.
Sobald der Hund weis, dass er zwischen den Mahlzeiten nichts bekommt, haben wir damit auch keine weiteren Probleme mehr.
Das zu lernen, ist für die Familie manchmal schwieriger als für den Hund!

Leckereien sollten nur als Belohnung für gutes Benehmen oder während der Ausbildung gegeben werden.
Mit einem mündlichen Lob verbunden, hat das mehr Erzie-hungswert als eine Bestrafung für schlechtes Betragen.
Man denke daran, daß auch Leckereien einen Nährwert haben und im Übermaß genossen den Hund viel zu dick machen.
Ein Stück Gemüse oder Obst statt dessen macht die gleiche Freude, denn vom Herrchen oder Frauchen etwas zu bekommen. ist ohnehin das Wichtigste.

Es gibt folgende Leckereien:

  • Ein Stück Gemüse (Unbedenklich und kann so oft wie gewünscht gegeben werden)
  • Ein Stück Obst (Unbedenklich und kann so oft wie gewünscht gegeben werden)
  • Hunde-Crackers
  • Fleisch-Snacks
Achtung! Vitamin- und Mineralienzusätze sind dafür nicht geeignet, da leicht eine Überdosierung eintritt.

Video: Prof. Dr. med. vet. Manfred Coenen vom Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik der Uni Leipzig über die artgerechte Ernährung eines Hundes

Auch die länge des Felles spielt eine Rolle

Hunde mit kurzem Fell haben einen höheren Grundumsatz an Kalorien als langhaarige Hunde. Deshalb brauchen kurzhaarige Hunde etwas mehr Kalorien als langhaarige.

FuttersorteProteinKohlenhydrateFettWasser (Prozent)kJ/gkcal/g
Trockenvollnahrung225171014,33,4
Halbfeuchte Nahrung1938102612,63,0
Dosenvollnahrung8,2124,872,54,21,0
Dosenfleischnahrung9,31,54,781,95,51,3

Welche Komponente trägt nun wieviel zum Energiebedarf eines Hundes bei?

Die meisten Energien im Trockenfutter kommen aus den Kohlenhydraten (50%), die übrigen 50% teilen sich auf in Protein und Fett.
Bei den halbfeuchten Produkten kommen die meisten Energien aus dem Protein (43%).
In einer Dosenvollnahrung ist der Energiebedarf gut ausgewogen zwischen den drei Grundnährstoffen, bei der Doscnfleischnahrung jedoch liefert allein das Fett 52% der Energien, das Protein 41% und die Kohlenhydrate nur 7%.
Der erhöhte Beitrag, den das Fett als Energiequelle im Fleischfutter liefert, macht es als wertvolle Beiluttcrung für Arbeitshunde nützlich, die vorwiegend mit Trockenfutter ernährt werden.

Schon relativ kleine Fleischmengen aus der Dose decken den wichtigsten Energiebedarf eines Hundes.

Zu folgenden Gelegenheiten sollten diese Werte erhöht werden:

• wachsende Welpen x 2—2,5
• Trächtigkeit (6-9 Wochen) x 1.5
• Säugen x 3—4

  • Ein Hund mit einem Gewicht von 11 Kg benötigt eine durchschnittliche tägliche Kalorienzufuhr von 780 kcal.
  • Ein Welpe, der 6 Kilo wiegt, benötigt ca. 500 kcal pro Tag.
  • Hunde, die kastriert  oder älter sind, benötigen etwas weniger Kalorien.
  • Sehr aktive Hunde benötigen mehr Kalorien, abhängig von ihrem Aktivitätsgrad und ihrem individuellen Stoffwechsel.
  • Welpen haben einen höheren Kalorienbedarf als beispielsweise Junghunde oder erwachsene Hunde.

Abhängig vom Alter deines Hundes kannst du entscheiden, ein Futter für Welpen, für kleine Rassen oder mittelgroße Rassen zu füttern .

Jüngere Hunde verbrennen in der Regel mehr Kalorien pro Kilogramm Körpergewicht als ältere Hunde.

Grundumsatz

Der Umsatz von Energie in einem Organismus unter den Bedingungen von Ruhe und Nüchternheit wird als Grundumsatz bezeichnet.
Er entspricht also der absoluten Mindestmenge an Energie, die zur Aufrechterhaltung aller notwendigen Stoffwechselvorgänge erforderlich ist.

Der Grundumsatz zeigt von Tier zu Tier recht verschiedene Werte, er ist vor allem abhängig von der individuell unterschiedlichen Schilddrüsenfunktion.

Damit erklärt sich auch, warum bei gleicher Futterportion der eine Hund Speck ansetzt, der andere seine Figur behält.
Mit Zunahme des Körpergewichts vermindert sich der Umsatz an Energie pro Kilogramm Körpergewicht.

Bei kleinen Rassen liegt der Grundumsatz pro Kilo Körpergewicht 2 bis 2/2mal höher als bei großen.

Diese Tatsache muß bei der Dosierung von Medikamenten berücksichtigt werden.
Kleine Rassen benötigen im Vergleich zu großen Rassen eine für ihr Gewicht erstaunlich hohe Dosierung.

Erhaltungsumsatz

Unter Erhaltungsumsatz versteht man den Bedarf an Energie, der alle Lebensfunktionen einschließlich aller Tätigkeiten (Bewegung, Nahrungsaufnahme etc.) in optimaler Weise gewährleistet.

Der Erhaltungsumsatz kann nach der praktischen Erfahrung bei durchschnittlicher Belastung des Hundes mit etwa dem doppelten Grundumsatz angesetzt werden.
Mit diesen Werten läßt sich der Gesamtkaloriengehalt einer Nahrung unter Zuhilfenahme von entsprechenden Tabellen recht genau berechnen.

Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß sind als Energielieferanten gegenseitig ersetzbar.

Bei der Futterzusammenstellung wird auf Grund des Preises von tierischem Eiweiß dieser Anteil häufig möglichst wenig zur Energiedeckung herangezogen.
Bei der Futtergestaltung berücksichtigt man hier, daß der Energiegehalt von Fett mehr als doppelt so hoch ist als der von Eiweiß und Kohlenhydraten.
Rechnet man zu den individuellen Unterschieden im Grundumsatz die enormen Differenzen in der Belastung – von der reinen Erhaltung eines Schoßhundes bis zur Leistung in Zucht und Sport so wird die Problematik aller Berechnungen für den Kalorienbedarf des einzelnen Tieres verständlich.
Den schlecht genährten Hund gibt es heute kaum mehr, der Hund mit Übergewicht jedoch ist an der Tagesordnung.
Überhöhte Kalorienzufuhr bringt bald unweigerlich eine Fettsucht mit sich.

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